Ochsenkopf

Die körperlichen Bilder strotzen vor rauer Poesie. […] Sarkar nähert sich dem Metzgerhandwerk auf gerade einmal rund 170 Seiten mit poetischer Genauigkeit – ohne ein Gramm überflüssigen Fetts – Stefan Fischer, DPA

Manik Sarkars Debütroman „Ochsenkopf“ wagt eine Irritation von Klischees … Mit „Ochsenkopf“ hat es Manik Sarkar auf unsere Liste der besten Bücher im September 2026 geschafft – Felix Eisenreich, Kulturnews

Raue Poesie … [Sarkar] verhandelt fast beiläufig und doch unübersehbar die großen konsumkritischen Fragen … Aus einer Verbindung von Körpernähe und Formstrenge gewinnt der Roman seine eigentümliche Kraft – Hessisch-Niedersächsichen Nachrichten/dpa

Sarkar zeigt, wie ein Künstler des Schlachtens an der Logik des Marktes zerbricht. Das ist zugleich Kapitalismuskritik und eine Satire auf den Geniekult. Das allein macht Ochsenkopf lesenswert. Hinzu kommt die stilistische Klasse. Mal heiter, mal verstörend verbindet Sarkar den Stoff mit überraschend sinnlichen Bildern — Tim Felchlin, SRF Kultur

»Auch für Vegetarier:innen geeignet« bewirbt der Zsonay Verlag den Debutroman des Niederländers. Auch das sei einmal dahingestellt. Wie Sarkar beschreibt, wenn Resing seziert, ist ebenfalls messerscharf — literaturcafe.de

Ochsenkopf ist dabei keine klassische Handwerksgeschichte und schon gar keine Liebeserklärung an die gute alte Metzgerei. Sarkar erzählt drastisch, teilweise grotesk und mit einem sehr körperlichen Blick auf Tiere, Menschen und das Schlachten – Trude Reicher, Fleisch & Co

Dieses Buch ist ein Juwel, großartig und unglaublich gut geschrieben. Manik Sarkar ist ein hervorragender Stilist – Maarten ’t Hart

So sieht sie aus, unsere dumme, verrückte, verlorene Welt. Und selten hat sie uns jemand so wunderschön und abstoßend gleichzeitig beschrieben wie Manik Sarkar in seinem großartigen Buch – Manfred Rebhandl, Der Standard

Sarkar schreibt einen drastischen und stilistisch großartigen Debütroman über das Schlachten. [Er] schneidet aus der Lebensgeschichte des Rensing sehr sauber genau das heraus, was es braucht, um den Wandel des Kapitalismus am Beispiel eines kleinen Betriebs auf dem Land zu zeigen — Christian Baron, Der Freitag

Ein überraschend perspektivreicher Blick auf ein kontroverses Thema [..] Ein lesenswertes und lehrreiches Debüt, nicht nur für Fleischesser – Julia Schröder, SWR Kultur

Tatsächlich schafft es Manik Sarkar, dem blutigen Fleischhauergewerbe viel Poesie abzugewinnen, und das Erstaunliche ist, dass dabei das Abschreckende, nämlich das Töten, völlig in den Hintergrund tritt — Wolfgang Huber-Lang, APA

So was habe ich noch nicht gelesen! […] Völlig irre, durchgeknallt, verrückt und absolut genial geschrieben! Es ist böse, es ist scharfsinnig, es hat Tiefgang […] faszinierend […] Ein Buch, das man nicht vergisst – Dora Heldt trifft den Literarischen Nerd

Mit der messerscharfen Präzision eines Edelmetzgers seziert Sarkar die allumfassende Gleichgültigkeit der modernen Gesellschaft, in der jeder, der nicht ins Bild passt, erbarmungslos zerfleischt wird. – Gaea Schoeters

Eine absolute Entdeckung! Das Debüt des niederländischen Schriftstellers Manik Sarkar erinnert ein wenig an das seiner Landeskollegin Gaea Schoeters, die vordergründig auch so harmlos schreibt und einem dann komplett umwirft – Film, Sound & Media

Sarkar ist ein Meister des tragikomischen Realismus und der kurzweiligen Erzählkunst. […] Stilistisch überzeugt er durch feine Metaphorik und eleganten Satzbau – Christian Schacherreiter, Oberösterreichischen Nachrichten

Seine Hingabe und die so feine Sprache Sarkars verwandeln die eigentlich so brutale Angelegenheit in einen sinnlichen und gleichwohl grotesken Reigen, es fehlt nur das Streicherquartett – kulturnews.de, Empfehlungen für den September

Diesen Herbst gehe ich auf Lesereise durch Deutschland, Österreich und die Schweiz; bitte hier klicken für die Orte und Termine.

Am 21. Juli dieses Jahres erscheint die deutsche Übersetzung von Ochsenkopf im Zsolnay Verlag. Die Übersetzung stammt von Ruth Löbner, die zuvor unter anderem Werke von Gijs Wilbrink und Lucas Rijneveld übersetzt hat. Als sie mir einen ersten Teil ihres deutschen Textes vorlas, war das für mich – gerade auch als Übersetzer – ein bewegender Moment.

Es heißt, manche Maler betrachten ihre Gemälde auf dem Kopf, um zu erkennen, was daran nicht stimmt – und genauso fühlte es sich für mich an, trotz meiner begrenzten Deutschkenntnisse: Es war eindeutig mein Text, den ich hörte, aber zugleich so verändert, dass ich ihn mit viel mehr Distanz und Objektivität wahrnehmen konnte.

Zsolnay Verlag war der erste Verlag außerhalb der Niederlande, der es wagte, die Übersetzungsrechte an Ochsenkopf zu erwerben, und dafür bin ich ihm sehr dankbar. Ich freue mich sehr über die wunderschöne Umschlaggestaltung und hoffe, dass sich das deutschsprachige Publikum in „meinen“ Rensing hineinversetzen kann, der so vieles will und mit allem scheitert.

Ochenkopf, Übersetzt von Ruth Loebner. Zsolnay Verlag, 23,00 €. ISBN 9783552075948. Eine Leseprobe finden sie hier.

Rensing junior brennt für die Welt der Fleisch- und Wurstwaren, schon als Kind hilft er dem Vater in der Metzgerei. Er will alles moderner und effizienter machen. Noch wichtiger aber ist ihm die Qualität des Fleisches, nur das allerbeste ist gut genug für seine Kunden. Doch genau für diese Kunden fehlt ihm jedes Gespür. Stur versucht er seine Ideale zu verwirklichen, aber als immer mehr Dorfbewohner an seinem Geschäft vorbei zum Supermarkt gehen, wird sein Leben zunehmend zum Kampf eines einsamen Metzgers gegen den Rest der Welt ...

»Ochsenkopf« ist ein tragikomischer Roman über einen leidenschaftlichen Menschen, der an sich selbst und den Veränderungen um ihn herum scheitert. Und Manik Sarkar fesselt die Leser:innen mit seinem bestechend unterhaltsamen Stil.