Ochsenkopf

»Auch für Vegetarier:innen geeignet« bewirbt der Zsonay Verlag den Debutroman des Niederländers. Auch das sei einmal dahingestellt. Wie Sarkar beschreibt, wenn Resing seziert, ist ebenfalls messerscharf literaturcafe.de

So was habe ich noch nicht gelesen! […] Völlig irre, durchgeknallt, verrückt und absolut genial geschrieben! Es ist böse, es ist scharfsinnig, es hat Tiefgang […] faszinierend […] Ein Buch, das man nicht vergisst Dora Heldt trifft den Literarischen Nerd

Sarkar schreibt einen drastischen und stilistisch großartigen Debütroman über das Schlachten. [Er] schneidet aus der Lebensgeschichte des Rensing sehr sauber genau das heraus, was es braucht, um den Wandel des Kapitalismus am Beispiel eines kleinen Betriebs auf dem Land zu zeigen — Christian Baron, Der Freitag

Dieses Buch ist ein Juwel, großartig und unglaublich gut geschrieben. Manik Sarkar ist ein hervorragender Stilist – Maarten ’t Hart

Die körperlichen Bilder strotzen vor rauer Poesie. […] Sarkar nähert sich dem Metzgerhandwerk auf gerade einmal rund 170 Seiten mit poetischer Genauigkeit – ohne ein Gramm überflüssigen Fetts – Stefan Fischer, DPA

Ein überraschend perspektivreicher Blick auf ein kontroverses Thema [..] Ein lesenswertes und lehrreiches Debüt, nicht nur für Fleischesser – Julia Schröder, SWR Kultur

Mit der messerscharfen Präzision eines Edelmetzgers seziert Sarkar die allumfassende Gleichgültigkeit der modernen Gesellschaft, in der jeder, der nicht ins Bild passt, erbarmungslos zerfleischt wird. – Gaea Schoeters

Sarkar zeigt, wie ein Künstler des Schlachtens an der Logik des Marktes zerbricht. Das ist zugleich Kapitalismuskritik und eine Satire auf den Geniekult. Das allein macht Ochsenkopf lesenswert. Hinzu kommt die stilistische Klasse. Mal heiter, mal verstörend verbindet Sarkar den Stoff mit überraschend sinnlichen Bildern Tim Felchlin, SRF Kultur

Tatsächlich schafft es Manik Sarkar, dem blutigen Fleischhauergewerbe viel Poesie abzugewinnen, und das Erstaunliche ist, dass dabei das Abschreckende, nämlich das Töten, völlig in den Hintergrund tritt — Wolfgang Huber-Lang, APA

Am 21. Juli dieses Jahres erscheint die deutsche Übersetzung von Ochsenkopf im Zsolnay Verlag. Die Übersetzung stammt von Ruth Löbner, die zuvor unter anderem Werke von Gijs Wilbrink und Lucas Rijneveld übersetzt hat. Als sie mir einen ersten Teil ihres deutschen Textes vorlas, war das für mich – gerade auch als Übersetzer – ein bewegender Moment.

Es heißt, manche Maler betrachten ihre Gemälde auf dem Kopf, um zu erkennen, was daran nicht stimmt – und genauso fühlte es sich für mich an, trotz meiner begrenzten Deutschkenntnisse: Es war eindeutig mein Text, den ich hörte, aber zugleich so verändert, dass ich ihn mit viel mehr Distanz und Objektivität wahrnehmen konnte.

Zsolnay Verlag war der erste Verlag außerhalb der Niederlande, der es wagte, die Übersetzungsrechte an Ochsenkopf zu erwerben, und dafür bin ich ihm sehr dankbar. Ich freue mich sehr über die wunderschöne Umschlaggestaltung und hoffe, dass sich das deutschsprachige Publikum in „meinen“ Rensing hineinversetzen kann, der so vieles will und mit allem scheitert.

Ochenkopf, Übersetzt von Ruth Loebner. Zsolnay Verlag, 23,00 €. ISBN 9783552075948. Eine Leseprobe finden sie hier.

Rensing junior brennt für die Welt der Fleisch- und Wurstwaren, schon als Kind hilft er dem Vater in der Metzgerei. Er will alles moderner und effizienter machen. Noch wichtiger aber ist ihm die Qualität des Fleisches, nur das allerbeste ist gut genug für seine Kunden. Doch genau für diese Kunden fehlt ihm jedes Gespür. Stur versucht er seine Ideale zu verwirklichen, aber als immer mehr Dorfbewohner an seinem Geschäft vorbei zum Supermarkt gehen, wird sein Leben zunehmend zum Kampf eines einsamen Metzgers gegen den Rest der Welt ...

»Ochsenkopf« ist ein tragikomischer Roman über einen leidenschaftlichen Menschen, der an sich selbst und den Veränderungen um ihn herum scheitert. Und Manik Sarkar fesselt die Leser:innen mit seinem bestechend unterhaltsamen Stil.